Jutta Michaud

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Spannend: Die Studie „Kreativität in der Schwangerschaft“ läuft!

29. Oktober 2021 | Keine Kommentare

Quelle:Clara-Angela-Foundation
Bildquelle: Clara-Angela-Foundation

Nach langer Pandemie-Blockade läuft es jetzt: Das gemeinsamen Forschungsprojekt der Clara-Angela Foundation , der Frauenklinik  Vivantes Friedrichshain und der Charité. Auch die Wirkung des Gesundheitsfördernden Kreativen Schreibens (GKS) gehört zu den Aktivitäten, die im Rahmen der Studie getestet werden. Mehr dazu in meinem aktuellen Blogartikel.

Spannend: Die Studie „Kreativität in der Schwangerschaft“ läuft

29. Oktober 2021 | Keine Kommentare

Quelle:Clara-Angela-Foundation
Bildquelle: Clara-Angela-Foundation

Nach langer Pandemie-Blockade läuft es jetzt: Das gemeinsamen Forschungsprojekt der Clara-Angela Foundation ,der Frauenklinik  Vivantes Friedrichshain und der Charité. Auch die Wirkung des Gesundheitsfördernden Kreativen Schreibens (GKS) gehört zu den kreativen Aktivitäten, deren Wirksamkeit im Rahmen der Studie getestet werden.

Die Hauptrolle haben jedoch die Berliner Philharmoniker übernommen. Da wissenschaftlich erwiesen ist, dass Ungeborene Musik bereits ab der 20.Schwangerschaftswoche hören und die Entspannung ihrer Mutter aktiv wahrnehmen können, wurde der Studienschwerpunkt auf die musikalischen Elemente des Kreativitätsprojektes verlegt.

In einem vierwöchigen Rhythmus laden die Philharmoniker alle Studienteilnehmerinnen  zu exklusiven Konzerten in den Kammermusiksaal der Philharmonie ein. Dazwischen gibt es  musikbezogene Workshops: Bewegung zu Musik mit der Musikpädagogin Prof. Christine Straumer, Singen mit der Sängerin Angela Wingerath und langsames Tanzen mit der  Tanzlehrerin Rosemary Neri Calheiros.
Modellieren  mit der Künstlerin Bärbel Dieckmann und GKS mit mir finden  als Zusatzangebot für die musikbegeisterten Frauen in den  repräsentativen Räumen der Clara-Angela-Foundation im Grunewald statt.

Für alle, die den Blogartikel von 2020 zu diesem Projekt nicht gelesen haben: In diesem Forschungsprojekt geht es um die Frage, ob kreative Aktivitäten in der Schwangerschaft Mutter und Kind von Stress entlasten können und wie sich eine stärkere Widerstandskraft der Mutter auf die Entwicklung des Kindes in den beiden Lebensjahren auswirkt.

Das Untersuchungsdesign
Jeweils kurz vor dem Konzert und nach dem Konzert wird über das Handy der Schwangeren deren aktuelles Befinden erfragt. Zur Bestimmung des Stress-Pegels werden sie um eine Speichelprobe gebeten, mit der die Stresshormone erhoben werden. Nach jedem Workshop erfolgt eine qualitative Befragung zu den Erfahrungen während des Workshops. Ein bis zweimal finden während der Angebote in der Villa Clara Angela Ultraschall-Untersuchengen statt.
Auch zwischen den Angeboten werden die Schwangeren hin und wieder gebeten, einen Fragebogen zur Erfassung aktueller Belastungen auszufüllen

Die Rolle der Telomere
Nach der Geburt werden anhand von Nabelschnurblut und Untersuchungen der Plazenta die Stressparameter  und Telomerlänge der Babys ermittelt. Telomere sind Schutzkappen, die an den Enden von Chromosomen sitzen. Ihre Länge kann Auskunft über den Gesundheitszustand geben. Dabei gilt: je länger, desto besser.
Bei jeder Zellteilung verkürzen sie sich, was mit fortschreitendem Alter zu einer Schädigung der Gene führen kann. Zu kurze Telomere werden mit Stress, chronischen Erkrankungen und schädlichem Lebensstil in Verbindung gebracht. Im Umkehrschluss bedeutet dies nach heutigem Wissensstand, dass man den Zustand seiner Telomere durch einen gesunden Lebensstil beeinflussen kann. Wissenschaftlich Interessierte erfahren in einem Fachartikel von Prof. Dr. Birgit Arabin und Gerlinde Metz mehr zu diesem Thema.

Auch wenn ich mir für GKS ein stärkeres Gewicht in der Studie gewünscht hätte, bin ich sehr dankbar, anlässlich der zahlreichen Vorbereitungstreffen viel gelernt und vor allem begeisterungsfähige und engagierte Wissenschaftler*innen kennengelernt zu haben. Als Heilpraktikerin für Psychotherapie habe ich natürlich auch immer ein großes Interesse daran, mehr über medizinische Hintergründe zu erfahren. Und wer weiß, vielleicht wird es umfangreichere Folgestudien geben, indem auch das Gesundheitsfördernde Kreative Schreiben ausführlicher beleuchtet wird.