Jutta Michaud

Blog

IN BEWEGUNG UND IN ENTWICKLUNG

Alle sieben Jahre gerät das Leben in Bewegung, heißt es bei den Anthroposophen. Ich glaube, da ist was dran, denn gerade gibt es in meinem Leben eine Reihe von Veränderungen und Herausforderungen. Der Zeitrahmen passt. Und wieder einmal bin ich froh, über Ressourcen zu verfügen, die mir helfen, trotz der sprichwörtlichen Bauchschmerzen damit umzugehen. Vermutlich ist es kein Zufall, dass eine lang gehegte Idee gerade jetzt ganz dringend umgesetzt werden möchte: Ich möchte das Gesundheitsfördernde Kreative Schreiben mit sportlichen Aktivitäten verknüpfen.

Auf meiner frisch überarbeiteten Website sind erste Ansätze schon zu sehen. Dennoch wird die Umsetzung in konkrete Angebote noch ein wenig dauern, aber ich bin dran.

Sport und Gesundheitsförderndes Kreatives Schreiben – wie passt das zusammen?
Eigene Erfahrungen haben mich auf diese Idee gebracht, denn immer, wenn mir das Leben über den Kopf zu wachsen scheint, sind Schreiben und Sport die „Geheimwaffen“ die mich wieder ins Gleichgewicht bringen. Oder umgekehrt, Sport und Schreiben, je nachdem.

Schreiben und Bewegung am Morgen für die Struktur
Manchmal ist es die morgendliche Bewegungsroutine, die es mir ermöglicht, den Einstieg ins Journalschreiben zu finden und mich auf den Tag einzustimmen. Sich schreibend in Bewegung zu setzen, erleichtert es, das Wesentliche zu sehen, Prioritäten zu setzen, mir selbst auf die Spur zu kommen. Im Schreibjournal notiere ich, was nötig ist, damit der Tag gelingt. Und was ich dafür tun kann.

An anderen Tagen ist es umgekehrt. Dann schreibe ich zuerst und beschließe: So! Damit du dir selbst beweist, dass du die Power und die Disziplin hast, auch heute allen Herausforderungen zu begegnen, machst du jetzt deine Übungen. Das gibt Struktur bei Mutlosigkeit, depressiven Verstimmungen oder dem Gefühl, dass alles zu viel ist. Kann ich einen Haken hinter drei, vier Übungen machen, ist mein Körper angenehm durchblutet, der Geist wach und frisch für den Tag. Und, by the way, das Gefühl der Disziplin (ja, die braucht man schon, um sich nach dem Aufstehen regelmäßig zu bewegen) macht stolz und bekräftigt das Gefühl „ich schaffe das“. Was auch immer gerade anstehen mag.

Und auch das ist eine Erfahrung: Für viele Fragen, die sich beim morgendlichen Schreiben stellen, gibt es nach der Bewegungseinheit eine Antwort. Oder zumindest den Antrieb, die Alltagshürden gelassener anzugehen. Wie einfach und wie erfüllend es ist, sich selbst auf diese Weise zu motivieren und vor allem: Druck abzubauen, möchte ich gerne anderen Menschen vermitteln.

Gemeinschaftsgefühl und auspowern für die Lebensfreude

 

Die Erfahrung, dass Sport wichtig für die psychische Balance ist, teile ich mit vielen sportlich Aktiven, denn ich bewege mich nicht nur im stillen Kämmerlein. Abgesehen vom gelegentlichen Joggen, Schwimmen oder Radfahren, genieße ich die „schweißtreibende“ Variante der Bewegung mindestens dreimal wöchentlich in Gruppen-Workouts mit meinen „Sporties“. Das ist eine Gruppe von wunderbaren Menschen, die ich ohne unsere gemeinsame Leidenschaft vielleicht nie kennengelernt hätte. Die Altersspanne umfasst mehr als eine Generation, beruflich beackern wir die unterschiedlichsten Felder und doch hat sich eine „Sportfamilie“ entwickelt, die gegenseitig Anteil nimmt an den kleinen und großen Themen des Lebens. Wie das Schreiben in der Gruppe, schafft auch Sport Gemeinschaft. Ein besonders schönes Teamerlebnis war die Teilnahme an der Xletics vor zwei Jahren: dabei ging es nicht um Zeit und ums Gewinnen, sondern darum, als Team gemeinsam durchs Ziel zu laufen. Wir haben es geschafft.

Da geht noch was…

Wenn Sport und Schreiben sich gegenseitig bereichern, kann aus „auspowern“ und „freischreiben“ vielleicht noch mehr werden. Etwas, was die Lebensfreude nachhaltig steigert und  über die gesundheitlichen Effekte von Schreiben und Sport hinaus gehen. Für den Sport werden neue Erkenntnisse dazu von der Neurowissenschaftlerin Dr. Manuela Macedonia in ihrem  Buch „Beweg Dich!“ beschrieben. Zur Wirkung des Schreibens gibt es inzwischen eine Vielzahl von Studien und Büchern.  Aber mein Gefühl sagt mir „da geht noch was“. Auf jeden Fall werden viele kreative Schreibimpulse im Pogrammpaket sein.  Manchmal muss man sich eben in Bewegung setzen um herauszufinden, was passiert.
Ich freue mich darauf und hoffe auf schreib- und sportbegeisterte Mitstreiter*innen!

Wer Lust hat, von Anfang an dabei zu sein, kann sich schon auf die Interessentenliste setzen. Einfach kurz Interesse anmelden unter schreibzeit@michaudpr.de

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